Was soll ich studieren? Wo soll ich studieren? Soll ich überhaupt studieren?

Das sind Fragen die sich der Großteil der Abiturienten erst dann ernsthaft stellen, wenn die Prüfungen vorbei sind und die Bewerbungsfristen der Unitversitäten bedrohlich näher kommen.
Nicht gerade hilfreich ist dabei meist der Umstand, dass viele Schüler von den unterschiedlichen Studiengängen eine ungefähr so gute Vorstellung haben, wie ein Blinder, der sich entscheiden soll, was seine Lieblingsfarbe ist. Er weiß zwar, dass es unterschiedliche Farben gibt, kennt wahrscheinlich auch deren Bezeichungen, hat aber keine genaue Vorstellung davon was sie ausmacht, worin sie sich möglicherweise unterscheiden und Welche am besten zu ihm passt.

Woher soll ein Schüler denn wissen, dass man im Psychologiestudium viel Statistik hat, oder dass das Jurastudium nicht nur aus dem Auswendiglernen von Paragraphen besteht.
Wie kann er sich zwischen Maschinenbau und Mechatronik entscheiden, wenn er noch nie eine Vorlesung in Mechanik oder Thermodynamik gehört hat?
Ist es sinnvoll erst eine Bankausbildung zu machen, oder sollte man lieber gleich mit einem BWL-Studium anfangen?
Was sind die Vor- und Nachteile eines dualen Studiums?

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Albert-Ludwigs Universität Freiburg

Eben diese Fragen möchten wir im Rahmen unseres Studiensimulators beantworten. Die Idee ist, dass Studenten oder Doktoranden den angehenden Studenten zunächst detailliert ihr Fach vorstellen und anschließend einige Beispielvorlesungen halten. Dadurch soll den Abiturienten ein möglichst realistischer Eindruck vom Studiengang vermittelt werden.
Neben dem fachlichen Einblick wollen wir auch auf folgende organisatorische Themen näher eingehen:

– Numerus Clausus/besondere Zulassungsverfahren
– Universitäten/Fachhochschulen die den Studiengang anbieten
– Berufliche Perspektiven
– Ähnliche/Alternative Studiengänge
– Praktika/Praxissemester
– Lernbelastung

Das Ziel der Simulation ist also, den Abiturienten eine ausreichende Basis von Informationen mitzugeben, aufgrund derer sie sich selbständig weiter informieren und schließlich hoffentlich die richtige Enscheidung bezüglich ihres zukünftigen Bildungsweges treffen können.

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Princeton University im US-Bundeststaat New Yearsey (Mitglied der “Ivy League”)

Viele Abiturienten spielen mit dem Gedanken im Ausland zu studieren. Dabei gibt es viel zu beachten und im Voraus zu planen. Jedes Land hat ein anderes Bildungssystem und selbst nach Bologna unterscheiden sich die Universitäten und Studiengänge innerhalb Europas beträchtlich. Außerhalb Europas sind die Unterschiede oft noch größer und man sollte gut informiert sein, bevor man sich in ein solches Abenteuer stürzt.
Im Rahmen des Studiensimulators werden wir unter anderem auch eine Informationsveranstaltung bezüglich dem Studieren im Ausland anbieten in welcher wir über Themen wie Studiengebühren, spezifische Auslandsstipendien, die Bedeutung von Rankings in anderen Ländern, bürokratische Anforderungen (Visum), der Anerkennung von Studienleistungen in Deutschland und vieles mehr sprechen wollen.

Aber weshalb überhaupt studieren? Immer häufiger entscheiden sich Abiturienten für eine Ausbildung, den deutlich schnelleren Weg in die Berufspraxis und das oft mit gutem Grund. Gut ausgebildete Handwerker sind gefragter denn je und mit einem eigenen Betrieb lässt sich viel Geld verdienen.
In Zeiten von Smartphone-kompatiblen Autos und Heizungen müssen Handwerker umfangreiches Wissen besitzen und junge, kluge Menschen werden nicht minder in ihrer Geschicklichkeit und ihrer Intelligenz gefordert, als bei so manchem Studium. Diese Möglichkeit könnte besonders für Schüler interessant sein, die vom Lernen erstmal genug haben und etwas Praxiserfahrung sammeln möchten.
Was es hier für Möglichkeiten gibt und welche besonderen Angebote die Handwerkskammer Abiturienten macht, wollen wir ebenfalls in einer speziellen Informationsveranstaltung vorstellen.

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Oder wie wäre es mit einer guten Mischung aus Theorie und Praxis? Das duale Studium erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist eine attraktive Option für Schüler, die gerne einen engen Praxisbezug haben und/oder auf die Bezahlung angewiesen sind.
Aber welche Unternehmen bieten den Studenten die beste Unterstützung? Ist es sinnvoll bei einem Großkonzern wie Daimler, oder SAP zu studieren, oder geht man in der Masse unter? Wie viel Verantwortung bekommt man bei einem mittelständischen Unternehmen übertragen? Und kommt bei Anwesenheitspflicht und langwierigen Projekten nicht die Freizeit zu kurz?
Da das duale Studium neben dem Studium auch ein festes Arbeitsverhältnis beinhaltet, ist es besonders wichtig sich vorher gut zu informieren und die Vor- und Nachteile abzuwägen. Aus diesem Grund werden wir auch einen Vortrag zu diesem Thema halten bei dem duale Studenten über ihre Erfahrungen berichten und erklären auf was man achten sollte.

Um das ganze Programm abzurunden werden wir zusätzlich zu den fachspezifischen Vorlesungen und den unterschiedlichen Informationsveranstaltungen noch einen Vortrag halten, in dem wir auf Dinge eingehen, die für alle zukünftigen Studenten wichtig und interessant sind.
Dazu gehören insbesondere Fragen der Finanzierung. Hier werden wir auf das BAföG, studentische Aushilfsjobs, Studienkredite und das duale Studium als unterschiedliche Alternativen zu sprechen kommen. Des Weiteren werden wir Tipps zur Wohnungssuche geben, Auskunft bezüglich Versicherungen und Kindergeld bereitstellen und ein paar allgemeine Kenntnisse vermitteln, die für das erstmalige “Alleinewohnen” nützlich sind.

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